News aus dem Medizinischen Labor Hannover

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Diesen Test zahlen bald die Krankenkassen

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 63.000 Menschen neu an Darmkrebs. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen, besonders im Alter zwischen 50 und 70 Jahren. Die Sterblichkeit ist rückläufig dank der guten Vorsorgeleistungen, zu denen neben der Koloskopie auch der „Blut im Stuhl“ - Test zählt.

Darmkrebs entwickelt sich in der Regel über einen längeren Zeitraum aus gutartigen Vor-stufen, z.B. Dickdarmpolypen. Bei ca. einem Drittel der Fälle besteht eine familiäre Veran-lagung, wenn z.B. Großeltern, Eltern oder Geschwister an Darmkrebs, Darmpolypen oder einem bösartigen Tumor des Magens oder der Gebärmutter erkrankt sind. Ein erhöhtes Risiko haben auch Personen, die an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (z.B. M. Crohn, Colitis ulcerosa) leiden, Übergewicht haben, sich wenig bewegen, regelmäßig Alkohol trinken und/oder rauchen. Auch eine falsche Ernährung – fettreich und ballast-stoffarm – kann das Risiko für Darmkrebs erhöhen.

Goldstandard der Darmkrebs-Vorsorge ist natürlich weiterhin die Koloskopie, die Kranken-kassen übernehmen ab dem vollendeten 55. Lebensjahr diese Untersuchung mit 10-jährigem Kontrollintervall. Nach Vollendung des 50. Lebensjahres konnte bisher jährlich der Guajak-Hämoccult-Test durchgeführt werden, der allerdings eine geringe Sensitivität aufweist. Daher werden in einigen europäischen Ländern bereits seit längerem zur Vorsorge immunologische Teste auf occultes Blut im Stuhl angeboten. Diese „iFOBT“ sind seit dem 01.04.2017 auch in Deutschland als präventive Untersuchung eine Kassenleistung.


Sie können ab einem Alter von 50 Jahren einmal jährlich den Test durchführen lassen und ab einem Lebensalter von 55 Jahren alle 2 Jahre, da dann die Vorsorgekoloskopie an erster Stelle empfohlen wird. Bei Nachweis von Blut ist i.d.R eine Koloskopie erforderlich. Die iFOBT weisen eine deutlich höhere Empfindlichkeit als die bisherigen Guajak-Teste auf und sind als immunologische Assays nicht durch z.B. Nahrungsmittel verfälschbar. Natürlich müssen aber vor diesem Test andere Blutungsquellen bedacht werden, um die Probenabnahme nicht zu einem falschen Zeitpunkt durchzuführen (z.B. nicht während der Menstruation oder bei Zahnfleischbluten).

Wir bieten den „OC-Sensor-Test“ an, der international und auch im europäischen Raum bereits erprobt ist. Die Probennahme mit dem Stuhlprobenentnahmesystem ist in der Anleitung beschrieben, die Stuhlprobe ist in dem speziellen Probenpuffergefäß bei Raumtemperatur ca. 7 Tage haltbar (bei Kühlschranktemperatur sogar 14 Tage).

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